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England und Demokratie

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7.Klasse
8.Klasse
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Datum: 2008-04-21
Details: Geschichte-Unterricht
Aufrufe: 13586

England ist das Mutterland der modernen Demokratie.

Die Wiege der Demokratie war in Griechenland. Die Entwicklung der modernen Demokratie hingegen begann im Mittelalter. 1215 musste König Johann in der Magna Charta (großer Freiheitsbrief) die Rechte des hohen Adels anerkennen, da er sonst auf den Thron verzichten hätte müssen. Seit dem 14. Jahrhundert forderten auch die reichen Bürger und der niedere Adel Mitspracherecht (Begründung: nur sie zahlten Steuern). Sie konnten wirklich eine Beteiligung am Adelsrat (heute: Parlament) durchsetzen, im 16. Jahrhundert entwickelten sich daraus das Ober- und das Unterhaus: „House of Lords“ (Hochadel), „House of Commons“ (niederer Adel und das Bürgertum). Nach dem Tod von Elisabeth I. (1603) bestieg der schottische König Jakob VI. (aus dem Hause Stuart, Sohn von Elisabeth, Cousine von Maria Stuart, Königin von Schottland) als Jakob I. den englischen Thron. Er vereinigte England, Schottland und Irland und nannte sich den König von Großbritannien. Unter Karl I. kam es zu einem Konflikt zwischen König und Parlament. In der „Petition of Rights“ (1628) erkannte er die Grenzen seiner Macht an, trotzdem kam es zu einem Bürgerkrieg (1642-1649). Es bekämpften sich 2 Gruppen:

  1. Cavaliers (Kavaliere): Gefolgsleute Karls im Englischen Bürgerkrieg
  2. Roundheads (Rundköpfe): Angehörige des Parlaments

Die Roundheads unter dem Befehlshaber Cronwell gingen als Sieger aus dem Bürgerkrieg hervor. Karl I. wurde hingerichtet, die Monarchie abgeschafft – England wurde zur Republik. Oliver Cronwell regierte als absoluter Monarch (Lord Protector, Königstitel abgelehnt). Nach seinem Tod wurde der Sohn Karls I. aus dem Exil zurückgeholt, er regierte als Karl II. mit dem Parlament. Es wurden Parteien ausgebildet:

  • Whigs: Für das Parlament, gegen Karl II. und seinen Bruder Jakob II. (=liberale Partei)
  • Tories: Für den König und die anglikanische Kirche (=konservative Partei)

Nach Karl II. regierte Jakob II. Unter ihm kam es zur „glorreichen Revolution“ (1685-1688). Jakob floh ohne Kampf und Blutvergießen nach Frankreich. Die parlamentarische Monarchie setzt sich durch. Diese Regierungsform beeinflusste in den nächsten Jahrhunderten die übrigen europäischen Länder und die Vereinigten Staaten von Amerika.

Wilhelm III. erkannte die Bill of Rights (=Gesetz der Rechte) an, dadurch kam es zur Teilung der Regierungsgewalt zwischen König, Parlament und einer weitgehend unabhängigen Gerichtsbarkeit:

  • König: ausführende Gewalt, beruft Minister und auch regelmäßig das Parlament ein.
  • Parlament: Die gesetzgebende Gewalt, bewilligt Steuern.
  • Gerichtsbarkeit: die richterliche Gewalt, setzt Rechte durch
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